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Compagno, sembra ieri - Verjährte Lieder
17.09 2003
Mittwoch, 0:36
Wir blättern in Gasparazzos Liederbuch



Der gute, alte Gasparazzo, so wie er leibt und lebt.



Non è più il ‘68, lo so, ma a maggior ragione
vivere da compagni almeno a noi si impone
o quando arriveremo forse un giorno al potere
io non so se il socialismo lo sapremo vedere.
PINO MASI, 1974




(1)
Garantiert nix für Herrn Bronner: “La violenza”



Es war Ende der 70er Jahre, und in unseren Breiten grassierte die Terror-Hysterie. Buback, Ponto, Schleyer, der nächste war kein Bayer, Todesschüsse, Franz Josef Strauß, Putativ-Notwehr, große, kleine und österreichische Krisenstäbe, Stammheim, hierzulande die Palmers-Entführung. Da war es erste Bürgerpflicht, den „Sympathisantensumpf“ auszutrocknen. Während „Krone“, „Kurier“, „Presse“ & Co die linke Szene durch hechelten, kümmerte sich der Staatsfunk eher um die „geistigen Hintermänner“. Von wegen Hochkultur und öffentlich-rechtlich und so.
Unsterblichen Ruhm in dieser Hinsicht errang der altbewährte kalte Krieger Gerhard Bronner, welcher damals u.a. eine Sendereihe mit dem sinnigen Titel „Schlager für Fortgeschrittene“ moderieren durfte. Und das zur besten Sendezeit auf Ö3. Jawoll, auf Ö3, es ist ja auch in etwa drei Rundfunkreformen her. Blütezeit des Dalmaismus beim ORF. Mithin harte, aber nicht jeglicher Komik, guten Aktion oder Hoffnung entbehrende Zeiten.
Eines - je nach Position - mehr oder weniger schönen Abends mitten im Deutschen Herbst nun nahm sich Bronner der Ältere jene deutsche LiedermacherInnen vor, die es seines nicht übertrieben maßgeblichen Erachtens nach an der nötigen Loyalität zu Vaterland, Repression und Linkenhatz ermangeln ließen. Auf Ö3, zur besten Sendezeit, im Rahmen seiner Reihe „Schlager für Fortgeschrittene“. Aber dieser spezielle Anti-Terror-Sequel von Bronners Radio Free Europe für ganz Arme musste nicht nur – auf massenhaften Hörerwunsch hin – mehrfach wiederholt werden; nein, sowohl Manfred Deix als auch Lukas Resetarits nahmen sich dieser Glanzstunde des gelebten Bronnerismus unter dem Arbeitstitel „Schlager für Fortschrittliche“ an. Noch Jahre später erzitterten Stadtsäle, wenn Resetarits seine ZuhörerInnen mit Reminiszenzen an diese speziellen Bronner-Tiraden zu erquicken geruhte.


„Pseudonym Arbeitersache München“

Mir sind nicht mehr alle Titel erinnerlich, welche damals in dieser notte speciale den Kamm von Ossi Bronners altem Herrn schwellen ließen. An zwei der Liedlein kann ich mich – neben einer extrem peinlichen, nämlich lobenden Erwähnung Konstantin Weckers - allerdings erinnern, denn sie bildeten Abschluss und Höhepunkt der Sendung. (Könnte ja gut sein, dass ich damals, bei der Erstausstrahlung, erst von Ö3 hörenden GenossInnen alarmiert, mithin verspätet, auf Ö3 rüber gezappt habe. Bin ja rein von Sozialisation und Herzensbildung her doch eher der klassische Ö1-Hörer.)
Erst erregte den – um pfäffische Superlative ringenden - Schöpfer des „G’schupften Ferdl“ ein Text, den sein Ex-Kabarett-Partner Georg Kreisler ein paar Jahre zuvor ins – bis zu Bronners Kampagne - mäßig interessierte Rund geschmettert hatte: „Es hat keinen Sinn mehr Lieder zu machen, statt die Verantwortlichen nieder zu machen“. Keine Frage, dank Bronner mutierte ich an diesem denkwürdigen Radio-Abend vom Greenhorn zum Hardcore-Kreisleristen. Mittlerweile habe ich so gut wie alle von Kreislers Platten, alle seine Bücher, alle CDs, viele seiner Texte vermag ich aus dem Stand zu rezitieren, und in Hinblick auf Bewunderung für die brillante Sprachbeherrschung des Meisters lasse ich mich von niemandem überbieten. Und nicht nur mir ist es Kreisler-mäßig so gegangen. An diesem speziellen Abend. Nur wegen dem Bronner. (Daran sieht man übrigens wieder mal, was sich hinter einer schwachen halben Stunde Ö3 an bildungspolitischer Brisanz verbirgt.)
Womit wir beim zweiten Liedlein wären. Das wurde bei Bronner von Kreislers Ex-Ehefrau Topsy Küppers dargeboten und titelte schlicht: „La Violenza“. Bronner der Ältere ließ es sich weder nehmen, mittels wortwörtlicher Übersetzung des Fachbegriffs „Violenza“ aus dem – wer hätte so viel Infamie anzudenken gewagt? – Italienischen zu brillieren, noch vermochte er sein inniges Bedürfnis zu unterdrücken, jenen „anonymen Autor“, welcher sich hinter dem „Pseudonym“ Arbeitersache München verstecke, zur bedingungslosen Aufgabe aufzufordern. Wer vorgebe Bayer zu sein und dennoch so feig agiere wie einer, der als „Arbeitersache“ camoufliert der Topsy Küppers solche Texte eintrichtere, während reihum verdiente Antikommunisten wie Schleyer & Co ins Gras beißen, hätte eh keine Chance. Keine Chance gegen geeichte kalte Krieger wie – zum Beispiel - den alten Bronner.
Mich juckte es damals gewaltig, beim ORF anzurufen und eine Art faktische Richtigstellung zu verlangen. Weil die „Arbeitersache München“ gab es wirklich, die hatten sogar mal unter genau dem Namen im Telefonbuch gestanden. In München, eh kloa. Arbeitersache München, das war eine Art permanente Aktionseinheit zwischen antidogmatischen home-grown Münchner Linken und der örtlichen Auslandssektion von „Lotta Continua“. Keine Studentengruppe. Eher proletarisch zusammengesetzt. Weil damals bei BMW in München sehr viele italienische Emigranten arbeiteten. Das war noch die Zeit, bevor die Jugos und Türken kamen. Da hielten sie sich in Deutschland Portugiesen, Spanier, Italiener und Griechen als Gastarbeiter.
Bei BMW waren es damals halt besonders viele Italiener. Deswegen gibt es heute so viele Pizzerien in München. Und diese ItalienerInnen hatten viel mitgekriegt und auch mitgebracht aus den Arbeiterkämpfen in Italien seit 1969. Unter anderem auch ihre Lieder. Und diese, meist auf verfremdeten Gassenhauern beruhenden Liedlein fuhren immer sehr gut ein bei den Festen, aber rein vom Textverständnis her erwies sich die Sache doch eher als un- bis kontraproduktiv. Also mussten deutsche Texte her für die Lieder, die alle kannten. Und ich erinnere mich an ein Wochenende auf einer Südtiroler Burg unweit von Bolzano, wo diese Lieder eingedeutscht wurden. Die Platte (Arbeitersache München: Wir befreien uns selbst, nur echt mit knallrotem Cover!) erschien 1971 bei Trikont (wo um die Zeit herum auch die ersten „TonSteineScherben“-Platten rauskamen) und wird heutzutage zu eher gehobenen Apothekerpreisen verdealt.


Alfredo Bandelli (1945 – 1994)

Das erste Lied, das damals bei dieser denkwürdigen Session mitten im Weinbaugebiet Kalterer See übersetzt wurde, war – erraten! – „La violenza“. Auch wenn die deutsche Version nicht in allen Punkten dem Original folgt: es lässt sich schwerlich leugnen, dass in diesem Lied ein eher entspannter Umgang mit der Gewaltfrage gepflogen wird. Bronner senior zog aus der – verhatschten – deutschen Version gewisse Schlüsse, die nicht gänzlich von der Hand zu weisen sind.
Andererseits muss doch darauf hingewiesen werden, dass die italienische Polizei nicht nur den Carlo Giuliani auf dem Gewissen hat. Die unmittelbare Nachkriegsperiode ist gekennzeichnet von einer wahren Orgie an staatlich initiierten und/oder tolerierten Massakern an Landlosen, ArbeiterInnen und Kleinbauern in Süditalien. Gegen die aufkommende StudentInnenbewegung, mehr noch aber gegen die proletarischen Revolten, die sich im Lauf der 60er Jahre in den norditalienischen Metropolen stetig steigerten, wurde mit äußerster Brutaltät vorgegangen. Hunderte wurden in einer Ex- und Hopp-Justiz Marke Wiener Landesgericht unter absurdesten Konstruktionen verknackt (was übrigens nicht wenig zum Entstehen der „Bewaffneten Partei“ beigetragen hat). Nicht selten wurde ohne erkennbare Veranlassung oder gar Bedrohung scharf auf DemonstrantInnen geschossen. Und genau diese Opfer der „normalen“ Polizeibrutalität gehen im Kontext der Debatten um das – nicht unwesentlich von dieser damaligen Phase der Rebellion und derauf folgenden Repression geprägte – Berlusconi-Italien unter. So wie es untergeht, dass die Tätigkeit von Mafia und Camorra in der Blütezeit der Roten Brigaden zehn (und der von Polizei und Carabinieri drei) mal mehr Todesopfer pro Jahr forderte als der paranoide, spätestens ab 1977/78 abgehoben von der Bewegung, nur mehr der inneren Logik einer Sekte folgende, aber mit Hingabe durchgezogene Irrsinn der „Bewaffneten Partei“. Und da sind (wie heißt das heutzutage? Ach ja:) „Kollateralschäden“ von der Sorte getötete Leibwächter, zufällig des Weges kommende PassantInnen oder „Komplikationen“ bei der postoperativen Behandlung schwerverletzt Überlebender schon mitgezählt.
Aber bleiben wir bei dem Lied „La violenza“. Jenem Lied, mit welchem Topsy Küppers den alten Bronner an den Rand des Irrsinns brachte. Das eben auch eine Antwort auf diese Erfahrung überschäumender Polizeigewalt war. Und das zum Megahit der Szene wurde. Und Symbolkraft erlangte. Weil wenn diese Klänge aus der Lautsprecheranlage der Demoleitung gequetscht wurden, und wenn immer mehr Leute immer frenetischer mitsangen und –klatschten, dann war auch klar, dass jetzt ganz gleich die Post abgehen würde. Es war die offizielle Ouvertüre zum Tanz mit den Phalanxen der Carabinieri und PS.

Unsere MP3-Version von „La violenza“ ist die älteste und am weitesten verbreitete. Es singt Pino Masi, und genau in dieser Version wurde das Lied bekannt. Die Melodie dieser „eigentlichen Hymne der Bewegung“ ist – so wurde mir zugetragen – einer alten Tarantella entliehen. Soll sich als von „Lotta Continua“ vetrtriebene Single sehr ordentlich verkauft haben, auch hitparadenmäßig.
Geschrieben hat „La Violenza“ aber ein anderer, der heute leider vergessen ist: Alfredo Bandelli, einer von der ganz alten Garde des Potere Operaio pisano und nach dessen Auflösung der Lotta Continua. Alfredo war zu der Zeit Fließbandarbeiter und Betriebsrat in der Vespa-Fabrik von Piaggio in Pontedere. Nebenher schrieb er Lieder, zwei davon waren die absoluten Tophits des movimento: „La ballata della FIAT“ und eben das ursprünglich „La caccia alle streghe“ betitelte „La violenza“. Da er kein Instrument beherrschte, von Noten schreiben ganz zu schweigen, musste er seine Schöpfungen den GenossInnen vorsingen, und die mühten sich dann mit den Arrangements ab. 1974 brachte sich Alfredo dann doch noch das Gitarre spielen bei, und er veröffentlichte seine Lieder auf Platte („Fabbrica galera piazza“).
Alfredo starb, 49 Jahre alt, im Jahr 1994.





LA VIOLENZA ( Alfredo Bandelli)


È cominciata di nuovo la caccia alle streghe:
i padroni, il governo, la stampa e la televisione;
in ogni scontento si vede uno ‘sporco cinese’:
"uniamoci tutti a difendere le istituzioni!
Ma oggi ho visto nel corteo
tante facce sorridenti,
le compagne, quindici anni,
gli operai con gli studenti:
"Il potere agli operai!
No alla scuola del padrone!
Sempre uniti vinceremo,
viva la rivoluzione!".
Quando poi le camionette
hanno fatto i caroselli
i compagni hanno impugnato
i bastoni dei cartelli
ed ho visto le autoblindo
rovesciate e poi bruciate,
tanti e tanti baschi neri
con le teste fracassate.
La violenza, la violenza,
la violenza, la rivolta;
chi ha esitato questa volta
lotterà con noi domani!
(Uno, due, dieci, vent’anni di democrazia;
le pietre non sono argomenti, ci dice un borghese;
siamo d’accordo con voi, miei cari signori,
ma gli argomenti non hanno la forza di pietre.)
Ma oggi ho visto nel corteo
tante facce sorridenti,
le compagne, quindici anni,
gli operai con gli studenti:
"Il potere agli operai!
No alla scuola del padrone!
Sempre uniti vinceremo,
viva la rivoluzione!".



Anmerkung zur Qualität der MP3s: Die teilweise recht lausige Tonqualität lässt sich leider nicht vermeiden. Die Platten sind zumeist mehr als 30 Jahre alt und wurden jede hunderte Male abgenudelt. Die ursprüngliche Aufnahmequalität ist auch nicht berauschend: oft wurde einfach eine Cassettenaufnahme auf Vinyl gepresst, soweit wir es mit Studio-Aufnahmen zu tun haben, erfolgten diese in Mono und mit einem auch für damalige Begriffe museal anmutenden „Equipment“. Und unseren – zugegeben eher dilettantischen - Versuchen eines Remastering waren leider auch nur partielle Erfolge beschieden.



Das MP3 als Download - LaViolenza



a/traverso


Gasparazzo - vom Anfang bis zum Ende ...



Compagno, sembra ieri - Verjährte Lieder

Wir blättern in Gasparazzos Liederbuch
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anonyma les@ / 25.06.2006 09:59
herzlichen dank!!!!!!!
anonyma les@ / 19.09.2003 17:22
Ancora!
Mehr!
jessasmaria / 18.09.2003 22:01
auf halbem wege ...
komme ich entgegen - wie wär's, lieber herr a/traverso wenn nur die verben übersetzt würden, dann würd ich wirklich genug verstehen ...
penna rigata / 19.09.2003 02:44
Re: auf halbem wege ...
ich werde noch herausfinden, was ein "autoblindo" ist, aber man kann sich doch eh alles ganz richtig erfühlen und erhören. italienisch sprechende personen zu suchen ist ein kreativer akt, eine übersetzung delikat.
a/traverso / 19.09.2003 10:42
ein "autoblindo"
ist ein leicht gepanzertes fahrzeug.

auch dazu: siehe teil 2.
mirko burijan / 19.09.2003 03:37
so ein holler. schas zum quadrat!
Und wieder hat die Hexenjagd begonnen:
die Unternehmer, die Regierung, die Presse und das Fernsehen;
in jedem Unzufriedenen sieht man einen "schmutzigen Chinesen":
wir schließen uns alle zusammen, (?) um die Institutionen zu verteidigen.

Aber heute habe ich im Hof (?)
so viele lächelnde Gesichter gesehen,
die Genossen, fünfzehn Jahre,
die Arbeiter mit den Studenten:
"Die Macht den Arbeitern!
Nein zur Schule des Unternehmers!
Immer vereint werden wir siegen,
es lebe die Revolution!"

...

Die Gewalt, die Gewalt,
die Gewalt, die Revolte,
die dieses Mal gezögert hat,
wird morgen an unserer Seite kämpfen!

(Ein, zwei, zehn, zwanzig Jahre Demokratie;
Steine sind keine Argumente, das sagt ein Bürger;
wir sind ja mit euch einer Meinung, Ihr lieben Herren,
aber Argumente haben nicht die Kraft von Steinen.)

Aber heute habe ich ...
a/traverso / 19.09.2003 10:40
sehr brav!
recht gelungen, allerdings haben Sie Ihre GenossInnen nicht im "Hof", sondern fest eingehakt in der demo-formation (=corteo) gesehen.

zur frage der übersetzung im allgemeinen und zur übersetzung der 2. strophe vom "La violenza" wird teil 2 des "kurzen lehrganges" auskunft geben.

demnäxt in diesem theater.
mirko burijan / 19.09.2003 11:16
cortile ist der hof,
sagte das kindgelernte italienischsprechende ältere familienmitglied, das daran gescheitert ist, mir diese sprache beizubringen.
a/traverso / 19.09.2003 11:37
Corteo
heißt demoreihe, von mir aus auch "demo-formation", das hat mit "cortile" absolut nix zu tun.
mirko burijan / 19.09.2003 11:40
Re: Corteo
heißt umzug, zug, sagte das ahndl, und wusste sofort, womit ich das verwechselt habe, eben mit cortile.
a/traverso / 19.09.2003 11:46
na, was sagte ich?
werde wohl noch wissen, wovon ich mich mit aller gebotenen deutlichkeit distanziere.
mirko burijan / 19.09.2003 11:05
Re: sehr brav!
Danke danke. Das ging ja noch mit Babelfish und Gelato. "Schüler" statt Studenten wäre wohl besser gewesen.

Padroni - alles, Unternehmen, Herren, nein zur Schule der Herrschenden. ~

Aber bei der zweiten Strophe könnten Sie wirklich helfen.

Denn: erstens welche Lastwägelchen fahren im Kreis wie im Ringelspiel? Polizeikastenwägen? Oder drehen sich die um die eigene Achse?

Und wer hat schwarze Baskenmützen - die Faschisten oder eine Polizei-Spezialeinheit?

Wenn dann die ... camionette
hanno fatto i caroselli

haben die Genossen (mit der Faust geschlagen - in die Goschen gehaut?)
die Stöcke (Büttel?) der Kartelle.
Und ich habe die Panzerwagen
umgestürzt und dann ausgebrannt gesehen,
und sehr viele Schwarzmützen
mit eingeschlagenen Schädeln.

Den Refrain rhythmisch zu übersetzen, muss sehr schwer gewesen sein.
a/traverso / 19.09.2003 11:40
Die "Arbeitersache"-version
geht folgendermaßen:

heute kämpfen auf der straße
viele lachende genossen
mädchen mit der roten fahne
die arbeiter und studenten.
die arbeiter werden siegen
nieder mit der klassenschule
wenn wir fest zusammenhalten
schlagen wir die kapitalisten.
ref.:
la violenza la violenza
la violenza la rivolta
wer bis heute nicht dabei war
der kämpft bald an unsrer seite.
alejnikov / 28.04.2009 21:53
Re: Die "Arbeitersache"-version
Wenn ichs recht entsinne, ging der Refrain:

Vorwärts, vorwärts, kämpft, Genossen!
Es ist Zeit für die Revolte.
Wer bis heute nicht dabei war...
mirko burijan / 19.09.2003 11:52
Re: Die "Arbeitersache"-version
das ist freundlich, dass sie das ausgegraben haben. "klassenschule" ist sehr gelungen, wenn ich das sagen darf. die ersten zwei refrainzeilen passen - maa, übersetzen und nachdichten, es geht nie alles auf.
mirko burijan / 19.09.2003 12:01
wer bis heute nicht dabei war
chi! uijegerl! (wer dieses mal gezögert hat / wird morgen mit uns zusammen kämpfen.)
a/traverso / 19.09.2003 11:58
ihr lob wird den Tommi
(der damals bei der "Arbeitersache" die dinger aufbereitet hat) sehr freuen. von Tommi gibt's übrigens auch ein paar "Trikont"-platten.
Tommi & das Mobile EinsatzorKester. sponti-lieder, längst vergriffen, heute ganz schwer zu kriegen. aber sehr gut und oft total witzig.
mirko burijan / 19.09.2003 12:05
vielleicht gibts von tommi & dem mobilen einsatzorKester
auch noch hier was dokumentiert? ich hab die tonqualität übrigens hier ganz ok gefunden, aber ich bin halt ein kind des späten magnetozoikums, gewöhnt an tonträger, die vom hängenbleiben und wiederauffädeln total zerknittert sind.
a/traverso / 19.09.2003 12:51
das mit Tommi
wird schwierig. meine platten wurden von den bullen im rahmen der räumung eines besetzten hauses geplündert.
aber mal gucken...
a/traverso / 19.09.2003 11:44
ach ja,
und die einleitungspassage geht folgendermaßen (quasi zeitlos):
die jagd gegen die linken geht schon wieder los
revisionisten und bürokraten in einer front mit dem kapital
im kampf um die profite, da sind sie groß
doch wie es den arbeitern geht, ist ihnen egal.
Mirko Burijan / 19.09.2003 11:07
Re: Re: sehr brav!
tanti e tanti ... manch einen?
mirko burijan / 19.09.2003 11:20
Re: Re: Re: sehr brav!
und vielleicht sind es ja auch keine BaskenMÜTZEN.
a/traverso / 19.09.2003 11:49
"baschi neri"
sind - wie sie richtig erahnt haben - schwarze barretts (kennzeichen der dortigen alarminger), heißt in machen versionen auch "caschi neri", weil die uniformierten terrorgruppen auch schwarze helme hatten.
der (rote) stern / 18.09.2003 16:44
kurzes p.s.
http://www.raketa.at/raketa.php?id=1634

hier finden sich weitere 2 links, um canzone di lotta runterzuladen. auf meinem iPod sind sie alle schon drauf - für das revolutionäre joggen...
a/traverso / 18.09.2003 19:27
Heisst
übrigens "canzonI di lotta". Mit Betonug auf "I", wie in Italien. CanzonE wäre der Singular. Und es gibt ja - der vielfältigen Kreativität des Propletariats haben wir es zu danken - mehr wie einen CanzonE.
Ich sage das nur mal präventiv, weil demnäxt ein so gut wie bildungspolitischer Vortrag über euch kommen wird.
a/traverso / 18.09.2003 18:23
danke!
wär ich nie drauf gekommen.
street lawyer / 18.09.2003 11:26
wieso verjährt?
waren die lieder mal strafbar?
Don Doroteo / 19.09.2003 17:30
Die
hatten ja auch noch weder Steixner noch Volkungsanwaltschaft. Die Glücklichen.
street lawyer / 19.09.2003 20:35
archum
mit in vorzeiten (im archum) eingelernten reflexen meyne ich, dass es sich hier (hic & nunc) um die rekonstruktion von kunst handelt (artikel 17 staatsgrundgesetz).

das alles bewegt mich sehr. mich, der ich einen polizeyberuf gelernt habe und nimmermehr zum tanzen mit den bullen fähig war - ausgetestet, zittrige knie am phorusplatz, als so eine gassenbreite eingehakte polizeifront vorraste. ich bin aber oftmals brav mit auf die polizei gegangen, als vertrauensperson. doch es kommen ja noch mehrere teile.

die allumfassende paranoia der siebziger und frühen achtziger jahre möchte ich nicht noch einmal erleben, aber diese sachen kann man sich nicht immer aussuchen. die rüden ökonomen nennen sowas "kohortenschicksal".

gruß aus dem rhiz, wo ich eine - nun nicht mehr - konspirative sitzung mit frau mayr habe.
anonyma les@ / 17.09.2003 21:44
ist
aber seit langem das beste auf raketa.at
tio / 20.09.2003 18:47
Re: ist
das sollten sie ueberall, nur nicht hier erzaehlen!
Johann Ewald St. / 18.09.2003 01:05
Und
orgendwann verfängt diese blutrünstige Bolschewistenpropaganda natürlich, ist ja klar. Steter Topfen erhöht die Pein.
Johann Ewald St. / 18.09.2003 01:34
Korrigiere: SENKT!!!
Steter Topfen SENKT natürlich die Pein! Das mit der angeblichen "Erhöhung" (zutiefst christlicher) war ein bedauerlicher Tippfehler meines Vorzimmers, weil das mit dem erhöhten Lustgewinn natürlich nur in Zusammenhang mit TrrrrOPFEN, mit Betonung auf eRRRR, gilt..
Mur damit es nachher nicht wieder heisst, ich kultiviere eine masochistische Ader mit sodomitischen Tendenzen. Lämmer - Agni Dei! - stehen kirchenrechtlich halt immer noch wesentlich besser da als Frauen. Was kann ich für dieses eherne Gesetz?
rosa / 18.09.2003 20:08
Re: Korrigiere: SENKT!!!
ein vorzimmer kann tippen?
Johann Ewald St. / 19.09.2003 13:57
Schwester Edwina
ist eine wahre Perle.
tio lolo / 17.09.2003 20:11
auf der stelle ankündigen möchte ich,
dass dies eine serie des herrn a/traverso wird.

jede woche (?) ein neues lied, ein neuer text.

in 16-20 wochen soll dann eine gesamte cd in ihrem regal stehen, wenn sie sich alle lieder downloaden, sammeln unds ne cd draus brennen.

wenn sie sich den text drunter dann auch noch zusammenkopieren, hams ein ganzes liederbuch zur cd.

wenn sie uns gans lieb bitten, machen wir das alles für sie und sendens ihnen zu, aber das ist noch nicht 100 % fix ;-)´
Hr. Unhöflich / 18.09.2003 11:04
der auch faul ist,
hätte gerne eine zugesandte.
;-)
henriette mayr / 17.09.2003 21:00
Re: auf der stelle ankündigen möchte ich,
naja - das wär fein.
pro archiv / 17.09.2003 17:40
dem alten bronner
möge man ein paar monate zustand.at zugutehalten.
Don Doroteo / 17.09.2003 21:23
Wem? Dem GERHARD Bronner?
Wie dieses?
pro archiv / 17.09.2003 21:34
Re: Wem? Dem GERHARD Bronner?
si. so geht die fama. er war zustand-user und hatte gefallen gefunden.
pro archiv / 17.09.2003 21:39
Re: Re: Wem? Dem GERHARD Bronner?
das hat dann im herbst 2001 dem zustand noch aufschub verschafft.
Don Doroteo / 17.09.2003 22:01
Na sauber. Wunderbar.
Und wenn der alte Zausel mitgewandert ist, haben wir ab heute wieder einen Power-User weniger. Nur weil ein sentimentaler alter Depp in der Mottenkiste kramt.
pro archiv / 17.09.2003 22:13
Re: Na sauber. Wunderbar.
das haltet er schon aus, wenn er noch immer da sein sollte und aus seinem steuerexil mitliest. ich bin auch alt und teppert und habe noch auf vinyl die swingle singers mit der intro von "schlager für fortgeschrittene".
Don Doroteo / 18.09.2003 01:40
Nun gut,
so weit hinunter habe ich persönlich nie fliegen wollen.
a/traverso / 18.09.2003 02:23
Nix gegen Sie, junger Mann.
Aber so viel "zustand" protegieren kann der Typ gar nicht, dass er bei mir je wieder in die schwarzen Zahlen käme. Das war schon auch noch a bisserl unterm "Krone"-Niveau.
henriette mayr / 17.09.2003 17:25
danke -
ich hab es nicht gekannt.
henriette mayr / 18.09.2003 15:51
die tarantella
ist ein ohrwurm.
a/traverso / 18.09.2003 18:59
die
haben schon gewußt, wie sie es machen.
rosa / 17.09.2003 05:12
beschaemend
gebe ich zu zwar 2 jahre italienisch in der schule gehabt zu haben, aber trotzdem braeuchte ich eine uebersetzung bitte.
a/traverso / 18.09.2003 01:59
SO NICHT!
Mir persönlich ist es schon wesentlich lieber, wenn sich die SchülerInnen ihren Stoff selber erarbeiten.
Aber ich will nicht so sein und übersetze - dem "Kampfbund der österreichisch-heimatverwurzelten Freifach-Italienisch-Opfer" zuliebe - auf konkrete und begründete Anfrage hin gerne den einen oder anderen Fachbegriff.
rosa / 18.09.2003 20:09
Re: SO NICHT!
wahlpflichtfach, bitte
a/traverso / 19.09.2003 17:21
Re: Re: SO NICHT!
Gäbe eine supergeile Abkürzung: KBÖHVWPFIO.
Ein Fall für den Genossen copy-paste, gewissermaßen.
rosa / 20.09.2003 03:55
Re: Re: Re: SO NICHT!
das geht nicht mal zum copypasten ;-)
Johann Ewald St. / 17.09.2003 11:50
Die Volkungsanwaltschaft
tritt auch in diesem Falle energisch für die Beibehaltung der lateinischen Liturgie ein!
street lawyer / 19.09.2003 20:41
Re: Die Volkungsanwaltschaft
da hat die vaw jenseits von lefevre ausnahmsweise recht. es geht nix über lateynische sprücheln! tres faciunt collegium! pater est, quem nuptiae demonstrant! ad usum delphini (dieses speziell für die lamperln).
Johann Wald St. / 20.09.2003 05:33
Ubi desint vires,
tamen est laudanda voluntas, kann ich da nur sagen.
pro archiv / 20.09.2003 12:11
Ut desint vires ...
mit Verlaub, ut!
omigrant / 17.09.2003 02:13
so viel
text!
holz esel / 17.09.2003 04:33
Re: so viel
aber auch nur für sie um 2 in der früh!
omigrant / 17.09.2003 05:01
Re: Re: so viel
befinde mich in einer anderen zeitzone - aetsch ;-)
holz esel / 17.09.2003 16:18
Re: Re: Re: so viel
das mag schon sein, bei ihnen wars aber trotzdem 2:13, als ihnen der text zu lang war - äääääätsch!
omigrant / 17.09.2003 22:18
Re: Re: Re: Re: so viel
nein
Karl May / 19.09.2003 23:57
nein?!
also was jetzt - ja oder zeitzone?

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